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VIELE GÄSTE WÜNSCH’ ICH HEUT MIR ZU MEINEM TISCHE

Genießen mit Goethe
 

Von „ohnvergleichlichem“ Biskuit-Kuchen, Katzenpastete, dem Liebchen mit der „Stachelmütze“, einem schwäbischen Windbeutel, heiß geliebter „Chokolade“ und anderen Leckereien.

Getrieben von Lebens-Neugier und Lebenslust hat Goethe sich von Jugend an zu gleich gestimmten Runden gesellt, geriet stets rasch in deren Zentrum, sammelte und zog Freunde an und entfaltete durch die Jahrzehnte seines langen Lebens eine Gastlichkeit, die er mit Geduld, Laune und Fantasie großzügig durchhielt.

Goethes Großvater war Besitzer des Hotels Weidenhof auf der Zeil in Frankfurt. Die Großmutter entstammte einer alteingesessenen Metzgerfamilie. Seine Mutter war eine exzellente Hausfrau und Köchin.  Die Familie besaß vor den Toren der Stadt einen Weinberg. „Er konnte fürchterlich trinken“, sagte Herzog Karl August einmal bewundernd über seinen Freund Goethe.

Für Sorgen sorgt das liebe Leben 
Und Sorgenbrecher sind die Reben. 

An einen Nachmittag soll Goethe mit seinem Freund Heinrich Meyer einen frisch aus Florenz eingetroffenen Chianti dermaßen probiert haben, dass er nicht mehr in der Lage gewesen sei, einen Besucher zu empfangen. 
Meyer, auch schon nicht mehr ganz sicher auf den Beinen, soll daraufhin dem Wartenden gesagt haben: „Exzellenz können Sie nit spreche, Exzellenz seien b’soffe!“